Warum unsere Weihnachts- und Christkindlmärkte bleiben dürfen, wie sie sind

Denn ich spüre es ganz deutlich: Es gibt keinen Grund. Nicht einen einzigen. Weihnachten ist mehr als ein Wort. Es ist Erinnerung, nicht nur Religion. Wenn ich über einen Christkindlmarkt gehe, fühle ich nicht zuerst Theologie.

Ich fühle Kindheit.

Ich rieche gebrannte Mandeln, ich sehe rote Wangen, ich höre ein Lachen, das aus einer Zeit stammt, in der alles noch etwas einfacher war.

Weihnachten ist hier bei uns nicht nur ein Fest des Glaubens, sondern ein Fest des Herzens.

Traditionen schützen bedeutet nicht, andere auszuschließen, sondern sich selbst zu kennen.

Ein Gast begegnet der Kultur, in die er kommt, immer zuerst mit Respekt, nicht mit dem Anspruch, sie müsse sich für ihn verbiegen. Integration beginnt mit Respekt, nicht mit Verzicht Ich glaube fest daran, dass Integration eine Bringschuld ist. Eine Einladung kann man aussprechen, aber angenommen werden muss sie von denjenigen, die kommen.

Nicht aus Trotz, sondern aus Liebe. Aus Dankbarkeit. Aus Respekt.